Gemeinsam für die Zukunft aller Kinder!

50 Jahre Hamburger Kinderschutzbund

Der Kinderschutzbund Hamburg wird in diesem Jahr 50 Jahre alt. 30 Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt haben den Bundesverband wie auch den Landesverband 1953 in Hamburg gegründet. Der Hauptschwerpunkt seiner Arbeit war von Anbeginn auf den Missbrauch der elterlichen Sorge gerichtet, von der übermäßiger Züchtigung bis hin zu körperlicher und seelischer Misshandlung und Vernachlässigung in Pflege, Aufsicht und Erziehung. Es ging den Frauen und Männern der ersten Stunde auch darum, die Not der Familien in den Wohnlagern zu lindern. Ein weiterer Schwerpunkt war die Aufklärung der Öffentlichkeit über Erziehungsfragen.

Im Laufe der Zeit hat sich der Kinderschutzbund immer wieder auf die gesellschaftlichen Verhältnisse eingestellt und seine Aktivitäten entsprechend darauf ausgerichtet. Damit wurde die Grundlage für eine ständige Weiterentwicklung und Profilschärfung des Kinderschutzbundes gelegt.

Im Rückblick stellt sich die Geschichte des Hamburger Kinderschutzbundes tabellarisch wie folgt dar:

1953 – 2003
50 JAHRE KINDERSCHUTZ

1953

Gründung des Kinderschutzbundes in Hamburg.
30 Ehrenamtliche beginnen mit der Öffentlichkeitsarbeit, der Familienberatung und -betreuung in Einzelfällen sowie der intensiven Betreuung von Familien in Hamburger Wohnlagern.

ab 1958

Aktion zur Unterhaltssicherung alleinstehender Mütter.
Initiierung der Unterhaltsvorschusskasse.

1958

Start der jährlichen Herbst- und Sommerferienaktion. Jährliche Unterbringung von bis zu 180 Hamburger Kindern aus sozialen Brennpunkten in dänischen Gastfamilien.

1959

Forderung nach Auflösung der noch bestehenden Wohnlager und angemessenem Wohnraum für die betroffenen Familien.

1968 -
1979

Aufbau verschiedener Einrichtungen zur Betreuung von Kindern in sozialen Brennpunkten (Soziale Gruppenarbeit).

seit 1971

Aufbau der Beratungsstelle für Familien: Professionelle Beratung zu den Themen Kindesmisshandlung, -vernachlässigung und Kindesmissbrauch ist nun möglich.

1973 -
1978

Durchführung der Aktion "Besuche ein Kind im Krankenhaus" mit Ehrenamtlichen.

1974

Einrichtung der ersten hauptamtlich besetzten Geschäftsstelle.

1979

Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit im Internationalen Jahr des Kindes zu den Themen Gewalt gegen Kinder, Verkehrsberuhigung und Spielplatzgestaltung.

ab 1985

Dem Motto "Helfen statt Strafen" wird zum Durchbruch verholfen. Kontinuierlicher Ausbau der Beratungsstelle für Familien, aus der im April 1990 das Kinderschutzzentrum Hamburg entsteht.

1990

Beginn der Kampagne "Reiche Stadt - arme Kinder": Der Landesverband macht auf die zunehmende Armutsproblematik von Familien in Hamburg aufmerksam. Eröffnung eines Mittagstisches zur täglichen Essensversorgung von Kindern in einem sozialen Brennpunkt.

1993

Anlässlich seines 40-jährigen Bestehens erklärt der Landesverband die UN-Konvention über die Rechte des Kindes vorbehaltlos zur Grundlage seiner Arbeit. Aufbau des Projektes "Vormundschaften für Flüchtlingskinder".

1995

Eröffnung des Müttertreffs "AlleMal" in Lurup, der Ende 1996 zu dem Kinder- und Familienhilfezentrum Lurup ausgebaut werden kann.

1997

Eröffnung des Kinderschutzzentrums Harburg.

1999

Nach Änderung des Kindschaftsrechtes Entwicklung des Projektes "Betreuter Umgang".

2001

Start des Elterntelefons im September

2002

Im Rahmen des bundesweiten Projektes Starke Eltern - Starke Kinder© werden Elternkursleiter ausgebildet. Durchführung des Elternkurses in sozialen Brennpunkten.

1995 -
2002

Stärkung des ehrenamtlichen Engagements: Ende 2002 sind 36 Haupt- und 180 qualifizierte Ehrenamtliche in den Arbeitsfeldern des Hamburger Kinderschutzbundes tätig.

Heute bilden 650 Mitglieder die Basis des Vereins. 180 qualifizierte Ehrenamtliche arbeiten in den Aufgabenfeldern Elterntelefon, Betreuter Umgang, Vormundschaften für Flüchtlingskinder, Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltung. 36 hauptamtliche Fachkräfte sind in den Projekten des Hamburger Kinderschutzbundes tätig.

Der Kinderschutzbund will:

Der Kinderschutzbund engagiert sich in seinen Projekten konkret für die Verbesserung der Situation von Kindern und ihren Familien. Gleichzeitig mischt sich der Kinderschutzbund als politischer Mahner in die öffentliche Debatte ein und positioniert sich als gesellschaftspolitisches Sprachrohr für Kinderinteressen. So ist es auch als Erfolg der jahrzehntelangen Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit des Kinderschutzbundes anzusehen, dass das Recht der Kinder auf gewaltfreie Erziehung seit dem 1.1.2001 Eingang in das Bürgerliche Gesetzbuch gehalten hat (§ 1631 Absatz 2 des BGB).

In diesem Jahr hat der Kinderschutzbund wiederum das Thema Armut und deren Folgen für die Kinder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt und begründet damit einen Schwerpunkt seiner Arbeit. So kritisiert der Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes Wulf Rauer: "In einer der reichsten Metropolen sind 25% der unter Siebenjährigen von Sozialhilfe oder Asylbewerberleistungen abhängig. Die bekommen im Monat so viel wie in besseren Kreisen für zwei Paar Schuhe ausgegeben wird".

Zur Wiedereinführung der geschlossene Unterbringung in Hamburg hat der Kinderschutzbund eine ganz eindeutige Stellungnahme abgegeben: Pädagogik und Therapie in Zwangseinrichtungen haben noch nie konstruktive Veränderungen hervorgebracht.

Heute ist der Kinderschutzbund Träger von Einrichtungen im Bereich der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, die

Es handelt sich dabei im einzelnen um folgend Projekte:

Kinderschutzzentrum Hamburg
Kinderschutzzentrum Harburg
Telefon 491 00 07 Hamburg
Telefon 790 10 40 Harburg

Starke Eltern – Starke Kinder
Telefon 432 92 70

Elterntelefon
Telefon 0800-111 05 50

Mädchentreff Lurup Tel 830 187 11
Mädchentreff Ottensen Tel 390 99 44

Pädagogischer Mittagstisch
Telefon 850 79 20

Kinder- und Familienzentrum Lurup
Telefon 84 00 970

Vormundschaften für Flüchtlingskinder

Der Kinderschutzbund führt die Werbung, Auswahl und Vermittlung von ehrenamtlichen Vormündern für Flüchtlingskinder durch. Sie betreuen die Kinder, die aus den Hunger-, Kriegs- und Katastrophengebieten der Welt ohne Begleitung nach Hamburg gekommen sind und besonderen Schutz und Unterstützung benötigen. Durch Einzelgespräche, Telefonberatung, Gesprächskreise und Informations- und Schulungsveranstaltungen unterstützt der Kinderschutzbund die Vormünder in ihrer verantwortungsvollen Aufgabe.
Telefon 43 29 27 42/-43

Betreuter Umgang

Das Projekt zielt darauf ab, Kindern, deren geschiedene Eltern sich nicht auf eine einvernehmliche Lösung der Besuchsregelung einigen können, einen vom Kinderschutzbund betreuten und beschützten Umgang zu ermöglichen.
Telefon 43 29 27 44/45

Geschäftsstelle
Fruchtallee 15, 20259 Hamburg
Telefon: 43 29 27 0, Telefax: 43 29 27 47
e-mail:
info[at]kinderschutzbund-hamburg.de,
homepage:
www.kinderschutzbund-hamburg.de
Geschäftskonto: Hamburger Sparkasse
(BLZ 200 505 50) Konto-Nr. 1001 335 270
Spendenkonto: Postbank Hamburg (BLZ 200 100 20) Konto-Nr. 1146-206

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