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Nach fast siebenjähriger permanenter Antragstellung konnte am 15. Juli 1999 das Gerüst für die Grundinstandsetzung des ersten Bauabschnittes am Bildungszentrum aufgestellt werden. Lärm und Schmutz begleiteten die Nutzer in den nächsten langen zwölf Monaten; Einschränkungen in der Raumbelegung mussten akzeptiert werden, Krisen wurden überwunden.
Die Freude, endlich in einem Gebäude mit dichten Dächern, zu öffnenden Fenstern und einem freundlichen Kleid zukunftsorientierte pädagogische Arbeit leisten zu können, überwog bei allen im Hause Tätigen.
Die Signalwirkung auf den Stadtteil war besonders deutlich zu beobachten – eine Aufbruchstimmung erfasste uns.
Der große Förderer der Maßnahmen, Herr Lemke, drängte im darauffolgenden Jahr, für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I der Gesamtschule einen neuen Eingangsbereich am zweiten Bauteil zu planen. Die Realisierung wurde immer wieder verzögert. Im Februar 2001 erfolgte die entscheidende Sitzung im Amt für Verwaltung mit der Grundsatzentscheidung, die "seit Jahren vorangetriebenen Optimierungsbestrebungen für den Gebäudekomplex des Bildungszentrums Steilshoop im Rahmen einer größeren Baumaßnahme in die räumliche Trennung von H20 und GS Steilshoop einmünden" zu lassen.
Für die äußere Grundinstandsetzung und teilweise Entkernung des riesigen Fachraumtraktes wurden neue Mitarbeiter eines Architekturbüros vorgestellt. Seit März 2001 haben der Architekt und ich zweimal wöchentlich an der Planung gearbeitet um die Zielvorgabe zu erreichen.
Am 12.04. und 10.05.2001 konnten wir den Mitgliedern der Arbeitsgruppe Bauvorhaben ‚Bildungszentrum Steilshoop’ drei Varianten vorstellen.
Am 19. Juli 2001 begannen die Arbeiten – in Verlängerung des neuen Eingangs entsteht eine Sichtachse zum Innenhof.
Die Wahlentscheidung vom September 2001 beendete den Traum einer umfassenden Neugestaltung des Hauses. Dank einer Elterninitiative wurden die Forderungen jedoch aufrechterhalten und so erklärte Herr Lemke am 16. Mai 2002 den anwesenden Elternvertretern und den Mitgliedern der Fraktionen der Bezirksversammlung Wandsbek, dass eine Entkernung des naturwissenschaftlichen Bereiches vorgesehen sei. In der ihm eigenen Art mahnte er mich, die Begriffe Torso und Baustopp nicht in der Öffentlichkeit zu verwenden. Auf eine Schriftliche Kleine Anfrage hatte der Senat am 5. April 2002 darauf verwiesen, dass der damalige Erste Bürgermeister am 03. November 2000 die Gesamtschule Steilshoop besucht habe, zu einem Zeitpunkt, da an der Grundinstandsetzung des 1. Bauabschnittes gearbeitet worden sei.
Entscheidend sind jedoch die folgenden Passagen: "In einem 2. in der Planung befindlichen Bauabschnitt sollen die äußere Grunderneuerung des Restes der Schule (ohne die Sporthallen) sowie die Innensanierung und Entkernung des Schulgebäudes erfolgen.
Die Sanierung der Fachräume ist Bestandteil des in Planung befindlichen 2. Bauabschnitts."
Am 26. April 2002 wurde in einer Antwort zu einer erneuten Anfrage bestätigt, "ein Planungsstopp für den zweiten Bauabschnitt besteht nicht."

Alle Versuche, in den nachfolgenden Monaten eine verbindliche Aussage zu erhalten, sind fehlgeschlagen. Es liegen nur inoffizielle Mitteilungen vor, dass die Maßnahmen der Grundinstandsetzung nicht fortgesetzt werden sollen. Die Situation für die Gesamtschule Steilshoop ist deprimierend – verantwortliches Handeln der Entscheidungsträger mehr denn zuvor gefragt.
Dieter Maibaum,
Gesamtschule Steilshoop
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