Gemeinsam leben und lernen für alle Kinder
Landesarbeitsgemeinschaft Eltern für Integration e.V.

Wer sind wir ?

Wir sind Eltern von Kindern mit und ohne Behinderung, wir sind Lehrer, Erzieher und andere an Erziehung und Zusammenleben interessierte Menschen.

Was wollen wir ?

Menschen mit Behinderungen leben unter uns. Menschen mit Behinderung gehören zu uns. Laut Art. 3a des Grundgesetzes "Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden", haben behinderte Menschen ein Recht auf ein gleichberechtigtes Leben in allen Bereichen unserer Gesellschaft.

Als LAG Eltern für Integration e. V. wollen wir der gegenseitigen Aussonderung entgegenwirken und Integration in allen Lebensbereichen vorantreiben. Deshalb setzen wir uns für das gemeinsame Leben und Lernen von behinderten und nichtbehinderten Menschen ein:

INTEGRATION IN HAMBURG

In Hamburg gibt es einen integrativen Weg vom Kindergarten, über die Schule und Berufsleben bis zum Arbeitsleben. In zahlreichen integrativen Kindergärten und Kindertagesstätten und an immer mehr Grundschulen lernen behinderte und nichtbehinderte Kinder gemeinsam in Integrationsklassen und Integrativen Regelklassen. Nach dem Schulgesetz sind Integrationsklassen auch ein Bestandteil des Regelschulsystems.

Seit 1987 haben wir uns erfolgreich für die Weiterführung von Integrationsklassen in der Sekundarstufe I eingesetzt. Alle Integrationsklassen werden in den Klassen 5-10 fortgeführt, zum größten Teil in Gesamtschulen, aber auch in Haupt-und Realschulen.

In der beruflichen Bildung gibt es seit 1993 an mehreren Schulen schulische Integrationsangebote.

1992 hat die LAG Eltern für Integration e.V. mit der Hamburger Arbeitsassistenz einen Fachdienst für die berufliche Integration von Menschen mit Behindung gegründet. Anfang 2000 wurde der Fachdienst in eine gemeinnützige GmbH umgewandelt. Er stellt erstmalig in Deutschland ein Instrumentarium zur Verfügung, das behinderten Menschen ermöglicht, dauerhaft Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu finden.

EINE SCHULE FÜR ALLE KINDER

Welche Erfahrungen machen behinderte und nichtbehinderte Kinder ?

Was wollen wir in Zukunft noch erreichen ?

Wir brauchen genügend Plätze in integrativen Kindergarteneinrichtungen und schulischen Integrationsklassen, damit kein Kind abgewiesen werden muss.

Sonderschulen und Regelschulen sind bisher kaum bereit, enger miteinander zusammenzuarbeiten. Wir dringen auf die Entwicklung eines Konzeptes für

EINE SCHULE FÜR ALLE KINDER.

Bei der Einschulung müssen wir als Eltern wählen können, ob unsere Kinder in einer Integrationsklasse lernen oder nicht. Neben der schulischen Integration müssen Menschen mit Behinderung auch in allen anderen Lebensbereichen Integrationsmöglichkeiten erhalten.

Die Landesarbeitsgemeinschaft

Eltern für Integration e. V.

Was machen wir ?

Beratung von Eltern und Interessierten in Integrationsfragen

Unterstützung von Initiativen bei der Einrichtung und Weiterführung der Integration in den verschiedenen Lebensbereichen

Veranstaltung von Tagungen, Vorträgen und Diskussionsrunden

Verbindung mit Behörden, politischen Parteien und Verbänden

Informationsabende zu den Themen : Kindergarten/Vorschulbereich, Grundschulbereich, weiterführende Schulen, Berufsschulen/Berufseintritt und Wohnen.

Mit der Abschaffung des Primats von Integration im neuen Schulgesetz wird deutlich, dass die Integration von Menschen mit Behinderung in der derzeitigen Hamburger Schulpolitik nicht mehr als ein zentraler Schwerpunkt gilt. Erhalt und stetiger Ausbau schulischer Integrationsmaßnahmen sind stark gefährdet.

Zur Zeit setzen wir uns vehement für den Erhalt der Integrativen Regelklassen, beziehungsweise für den Ausbau der Grundschulen zu Förderzentren ein. In diesem Zusammenhang wenden wir uns auch gegen die Abschaffung von Berichtszeugnissen ab Klasse 3 an den Grundschulen. Ferner droht mit dem neuen Arbeitszeitmodell auch eine Kürzung der Personalausstattung in den Integrationsklassen an Grundschulen. Es ist noch nicht erkennbar, wie die Integrationsklassen nach dem Arbeitszeitmodell an den einzelnen Schulen personaltechnisch versorgt werden. Auch im Bereich der Berufsvorbereitung drohen Kürzungen. Wir verfolgen die Hamburger Politiklandschaft sehr wachsam und setzen uns weiterhin beharrlich für den Erhalt und Ausbau von Integration ein.

Claudia Nagel-Johannsen

 

Landesarbeitsgemeinschaft
Eltern für Integration e. V.
Schulterblatt 36 (Kontorhaus)
20357 Hamburg
Tel. (040) 43 13 39-13
Fax (040) 43 13 39-22

 

Das Aktionsbündnis Gesamtschule, ein Zusammenschluss von Gesamtschulverband (GGG, LV Hamburg), Fachgruppe Gesamtschulen der GEW Hamburg, Arbeitsgemeinschaft der Elternräte der Gesamtschulen in Hamburg (ARGE), Elternverein Hamburg e.V., und Initiativkreis Gesamtschule in der SPD Hamburg, nimmt seine Arbeit wieder auf.

Nach Abschluss der erfolgreichen Public-Relations - Aktionen über die Grenzen der Einzelgesamtschule und des Stadtteils hinweg haben sich Vertreter dieser Organisationen verabredet im Sommer wieder loszulegen.

Wer Lust hat mitzumachen

  • bei Imagekampagnen für die integrierte Gesamtschule
  • bei der Beschickung von Grundschul-Infoabenden
  • bei der Überarbeitung unserer CDRom "Gesamtschule – gut für alle"
  • bei der Suche nach neuen Ideen für die Stärkung des Gesamtschulgedankens in der Öffentlichkeit

trifft sich Donnerstag, den 3. Juli um 18 Uhr (Achtung: 1. Sommerferientag). Ort: Landesinstitut (ehem. IfL) Raum 110
Mehr Informationen (bzw. Aufnahme in den Verteiler) bei:
Gerhard Lein, GS Lohbrügge, Tel. 428 876 –05, Fax. 512, eMail:
gerhardlein[at]aol.com

 

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