Theater in Harburg

Die Gesamtschule Harburg stellt sich hier mit drei Beiträgen aus ihrer Homepage vor

 

Theater der Literaturklasse Jg. 10 (2005)

Die nackte Wahrheit

Hier erfährt man nun endlich die nackte Wahrheit über Die nackte Wahrheit, das Theaterstück der 10L!

Gleich nach der Weimar-Dresden-Klassenfahrt im September 2004 hat die Klasse (3 Jungen, 17 Mädchen) mit der Diskussion über ihr letztes Bühnenstück begonnen. Es sollte eine Szenenfolge sowohl über bekannte Frauen als auch über Frauen, die man eigentlich kennen sollte, werden. Allerdings sollten Männer dabei auch keine unwichtige Rolle spielen. Es sollte abwechslungsreich, lustig, interessant, ernsthaft, vielseitig sein, viele Rollen enthalten, alle nach Wunsch, Lieder, Tänze.....

Das Stück wurde von Grund auf selbst entwickelt, fast alle Szenen selbst verfasst (allein, zu zweit, in Gruppen, diskutiert, verworfen, überarbeitet, neu konzipiert, umgeschrieben...), im Januar 2005 lag schließlich die fertige Szenenfolge vor. Das intensive Proben konnte allerdings erst nach den mündlichen Prüfungen beginnen ... hinzu kam, dass Ton, Licht, Kostüme, Bühnenbild, und Requisiten ebenfalls innerhalb der Klasse organisiert werden mussten, so dass der Schultag nebst Wochenenden wirklich anspannend waren.....

  
 

 

Man konnte Die nackte Wahrheit im Kuppelsaal erleben, dabei wurden Kleopatra, Arbeiterinnen aus der Kaiserzeit, Jungfrau Maria, eine Schönheitschirurgin, Sissi und noch viele andere unter die Lupe genommen.

 

B. Radtke

 

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Theatergruppe – Rampenlicht GSH

   

Rampenlicht ist die Schul- und Amateurtheatergruppe der Gesamtschule Harburg. Gegründet wurde sie im Sommer 2002, um interessierten Schülerinnen und Schülern, Ehemaligen und Freunden der Schule die Möglichkeit zur Schauspielerei zu geben. Seit die zunächst noch namenlose Theater-AG im Juni 2003 mit Oscar Wildes Komödie Bunbury zum ersten Mal im Rampenlicht stand und die Premiere bei Schauspielern und Zuschauern Lust auf mehr gemacht hat, ist "Rampenlicht GSH" zum festen Namen geworden.

Im April 2004 wagte Rampenlicht erfolgreich den Sprung aus der Schulaula in den Harburger Rieckhof und zeigte George Bernard Shaws politische Extravaganz: Der Kaiser von Amerika.

 

Mittlerweile stehen zwei weitere Produktionen auf dem Programm: Alan Ayckbourns Komödie Frohe Feste und die Szenenfolge Café Lebensart.

  Der Schwerpunkt der Theatergruppe liegt also auf dem Spielen von Stücken, weniger in reiner Improvisation, besonders das Sprechtheater steht im Vordergrund.

Geleitet wird die Theater-AG von Jan-Henning Preuße.

Der Nachwuchs spielt in der "kleinen" Theater-AG der Fünft- bis Siebtklässler unter der Leitung von Frau Schultz-Quack und hatte ebenfalls bereits sein erfolgreiches Debüt mit der Szenenfolge Kinder sind Rätsel von Gott im Juni 2004.

 

Rampenlicht ist offen für neue Mitglieder, kann allerdings nicht jede(n) aufnehmen. Daher findet vor jeder neuen Produktion ein Casting statt, bei dem auch nach neuen Talenten gesucht wird. Wer Interesse hat, meldet sich bei Herrn Preuße oder Frau Schultz-Quack. Unterstützung bei Kostümen, Technik, Bühnenbild, Requisite wird übrigens immer gebraucht!

Simon Kerbusk

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Darstellendes Spiel

Der Dieb, der nicht zu Schaden kam ... oder wie man das Spiel spielt.

Der Kurs "Darstellendes Spiel" des 13. Jahrgangs zeigte im Juni 2005 im Kuppelsaal der GSH das Stück "Der Dieb, der nicht zu Schaden kam ...oder wie man das Spiel spielt."

 

 

Wie es zu diesem Stück kam, wollt ihr wissen? Na dann passt mal gut auf!

  Man nehme einen interessierten DSP-Kurs (S4) und eine engagierte Leiterin (Ulrike Sacher), führe ihnen Grotowskis Konzeption des "armen Theaters"* vor Augen und gebe ihnen zwei Stücke, die unterschiedlicher nicht sein können:

1. Dario Fo's Stück "Der Dieb, der nicht zu Schaden kam", eine amüsante Verwechslungskomödie über Ehebruch, Missverständnisse und, wie sollte es anders sein, einen Dieb.

2. "Der Kater oder wie man das Spiel spielt" von Tankred Dorst. Ein Stück, das in ironischer Weise mit den Reaktionen eines eher konservativen Publikums auf eine moderne Inszenierung spielt.


 

Hier haben wir die Idee des "Spiels im Spiel" gefunden, sowie für "unser Publikum" die Rollen eines Ehepaars, das sehr darauf bedacht ist, den moralischen Anstand des Stückes zu wahren. Zwei tussige Freundinnen sowie die hin- und her gerissene Mama eines Schauspielers wurden dazugedichtet.

 

  Nachdem diese Zutaten gut durchgemischt wurden, ist Folgendes dabei herausgekommen: Der Dieb Angelo bricht in die Wohnung eines Politikers ein und verbringt dort die verworrensten Stunden seines Lebens. Denn anstatt aufs Land gefahren zu sein, kreuzt der Hausherr Prazosi plötzlich zusammen mit seiner Geliebten Julia auf. Der Dieb wird zum Mitwisser dieser Affäre und Prazosi zwingt ihn, eine Rolle in seinem riesigen Lügengespinst von Vertuschungsversuchen mitzuspielen. Durch das Auftauchen von Maria, der eifersüchtigen Frau des Diebes, sowie Anna, der distinguierten, etwas komplizierten Frau des Politikers, wird die Situation ständig umgeworfen und Prazosi wird andauernd gezwungen, seinem Lügengebäude weitere Etagen zuzufügen.


   

Doch damit nicht genug, dieses ganze Geschehen nimmt "unsere Zuschauer" so sehr mit, dass sie hin und wieder gar nicht anders können und einfach mitmischen müssen, wodurch die Situation endgültig außer Kontrolle gerät.

-"Ein Missverständnis mehr oder weniger, was spielt das heutzutage noch für eine Rolle!"

     -"Es hat nie ein Missverständnis gegeben!"

 

 

* Wer mehr darüber erfahren will, lese nach bei Manfred Brauneck, Theater im 20. Jahrhundert, S. 412-421, oder frage die Schauspieler!

Kurs DSP, S4 (2005)

Fotos: Evers

 

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